Studiengangsbeschreibung

Kurzbeschreibung

Das Zertifikatsstudium vermittelt in disziplinübergreifender Erweiterung grundständiger Studiengänge elementare und vertiefende Kenntnisse der Forschungsethik und Wissenschaftsphilosophie. Es kann parallel zum grundständigen Studium innerhalb von vier Semestern mit einem Zertifikat abgeschlossen werden.

Es richtet sich an Studierende aller Fachbereiche der CAU (BA-Studierende aller Fakultäten ab dem 3. Fachsemester und MA-Studierende aller Fakultäten (inkl. Staatsexamen)).

Nach Abschluss des Studiums verfügen Studierende über elementare Kenntnisse der allgemeinen Wissenschaftsphilosophie und Forschungsethik. Sie lernen Frage- und Problemstellungen in diesen Bereichen selbständig zu erarbeiten, im Rahmen der Praxisphase kritisch zu explizieren und Inhalte in disziplinübergreifender Weise zu kommunizieren.

Im Folgenden finden Sie zu einigen Aspekten detailliertere Informationen.

 

Inhalte und Ziele

Wissenschaft und Forschung haben viele Gesichter. Was als Erkenntnis, als methodische oder technische Innovation bewertet wird, ist zum großen Maße von fachwissenschaftlichen Prüfverfahren abhängig. Die Bewertung trägt vorrangig erkenntnistheoretischen Idealen Rechnung, wie etwa Objektivität, Signifikanz und Genauigkeit. Verbunden ist die fachwissenschaftliche Prüfung von Methoden und Ergebnissen von Forschung aber auch mit den Vorgaben „guter wissenschaftlicher Praxis“. Hierbei handelt sich um soziale Normen, die für Forschende aufgrund ihrer Fachkultur bindend sind („Standesethos“). Internationale Abkommen, wie etwa die Deklaration von Helsinki (1964) legen Minimalstandards humanbasierter Forschung fest. Empfehlungen von Fachgesellschaften und Dachverbänden, wie etwa dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI), nehmen Einfluss auf die Bewertung technikwissenschaftlicher Forschung. Leitlinien universitärer und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen bestimmen den Umgang mit wissenschaftlichen Fehlverhalten und prägen darüber auch das Selbstverständnis von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Der interdisziplinäre Zertifikatsstudiengang vermittelt ethische und wissenschaftsphilosophische Grundlagen und thematisiert vor diesem Hintergrund aktuelle Herausforderungen in der gesamten Breite universitärer Forschung und Wissenschaft: Von den Natur- und Technikwissenschaften, über die Biowissenschaften und Medizin, bis hin zu den Sozial- und Geisteswissenschaften. Das Lehrangebot antwortet auch auf gesellschaftliche Fragen im Hinblick auf wissenschafts- und technikinduzierte Herausforderungen, die vor allem mit Ergebnissen und Verfahren der Natur-, Lebens- und Technikwissenschaften verbunden werden. Hinzu tritt die kritische Auseinandersetzung mit strukturbedingten Herausforderungen, die durch den Einfluss von privatwirtschaftlichen Drittmittelgebern auf universitäre Forschung gegebenenfalls noch verstärkt werden.

Im Fokus des interdisziplinären Studienangebots steht die forschungsnahe Kompetenzschulung: Hierzu zählt die Vermittlung von grundlegenden Diskursen in der Wissenschaftsphilosophie sowie von Frage- und Problemstellung der Wissenschafts- und Forschungsethik. Studierende lernen im Rahmen der Praxisphase forschungsethische Herausforderungen kritisch zu analysieren und ethisch informierte Positionen zu entwickeln. Mit einer Projektarbeit zu einem forschungsethischen Thema ihrer Wahl schließen sie das Studium ab.

Studienordnung und -ablauf

Die aktuelle Studienordnung finden Sie hier.

Dem folgenden Pyramidenschema wird der angedachte Studienablauf skizziert. Im ersten Fachsemester sollten die Einführungsveranstaltungen besucht werden (1. Stufe). Im zweiten Fachsemester die Vertiefungsveranstaltungen (2. Stufe), wobei man sich hier entweder auf die Forschungsethik der Geistes- und Sozialwissenschaften oder die der Natur-, Lebens- und Technikwissenschaften spezialisieren kann. Im dritten und vierten Semester ist das Praxismodul zu absolvieren (3. Stufe), in dem eine Forschungseinrichtung besucht und eine Projektarbeit angefertigt werden sollen.

Strukturgramm

 

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